Zähneklappern garantiert
Der unbekannte Horror: Gruselige Spieletipps (Teil 1)

Ihr kennt jedes nennenswerte Horrorspiel in und auswendig? Vielleicht können wir Euch mit ein paar unbekannteren Tipps weiter helfen.


„Resident Evil“, „Silent Hill“ und „Amnesia“ sind bekannte Größen des mehr oder weniger subtilen Horrors. Doch auch andere Spiele wagten sich an den gepflegten Grusel, sind damit aber leider nicht so bekannt geworden wie die anfänglichen Beispiele.

Project Zero (Fatal Frame in Amerika): PlayStation 2, Xbox, Wii

Für Asiaten scheint es nichts Gruseligeres zu geben als kleine Mädchen, die dringend zum Frisör müssen. „The Ring“ hat es im Kino vorgemacht und „Project Zero“ den Prototyp japanischen Horrors ins Wohnzimmer gebracht. Der erste Teil von Tecmo Koeis Geister-Serie konnte sich einer eingeschworenen Fangemeinde erfreuen, doch erst durch die Fortsetzung „Crimson Butterfly“ für die PlayStation 2 bekam die Reihe Kultcharakter. Heute wird dieser von Fans immer noch als bester Teil der Serie bezeichnet, der nun mit einigen Erweiterungen und dezentem Facelift seit Neuestem auch Wii-Besitzer terrorisieren will. Teil 4 schaffte es trotz prominentem Team nicht aus Japan heraus, was schade ist. Die Geschichten der einzelnen Teile setzen sich jedes Mal mit einem schiefgelaufenen Ritual auseinander, das die Kultstätten in Geisterhäuser verwandelt haben. Die einzige Waffe der Spielfiguren ist ein seltsamer Fotoapparat, mit dem sich die aggressiven Plagegeister bannen lassen. In Sachen Atmosphäre stehen die „Project Zero“-Teile dem psychologischen „Silent Hill“ in nichts nach und können Konamis Terror teilweise sogar übertrumpfen.

Dementium: Nintendo DS

Kaum zu glauben, dass Horror auf dem sonst so schnuckeligen Nintendo DS funktioniert. Weniger subtil als japanischer Grusel fahren die beiden erhältlichen Teile beinharten Splatter auf – zumindest für Handheld-Verhältnisse. Die Odyssee der Hauptfiguren beginnt immer gleich: Entweder gab es einen Unfall oder eine Operation, auf jeden Fall werden Spieler erst einmal in einem Krankenhausbett durch die Gegend gerollt und sind dabei Zeuge von Visionen á la „Jacob’s Ladder“. Und dann ist man alleine im Sturm. Draußen gewittert es, keine anderen Patienten oder Krankenhauspersonal ist aufzufinden. In erstaunlich gut steuerbarer Egoperspektive schleichen sich die einsamen Helden durch düstere Gänge und treffen neben Blutlachen und Einzelteilen des Pflegepersonals auf höllische Monster, die wie in einem Egoshooter über den Haufen gemetzelt werden müssen. Und wie in „Silent Hill“ steckt die ganze Zeit die Frage im Raum, was dahinter steckt…

Datura: PlayStation Network

Irgendwo zwischen Leben und Tod existiert ein seltsamer Ort. Dort gilt auch die simpelste Logik nicht mehr, physikalische Gesetze sowie so nicht. Eben noch in einem Krankenwagen, plötzlich auf einer Waldlichtung. „Datura“ hält sich bewusst zurück und erklärt nichts über sein Universum bzw. gibt viel Handlung vor. Das ist auch gut so, denn hier steht die Erkundung der Umwelt ganz im Vordergrund. Von der Waldlichtung aus begibt sich der Spieler nur mit einer rudimentären Karte bewaffnet zu unterschiedlichen Bauwerken, die ihn in verschiedene Situationen an anderen Orten versetzen. Hier ist eine definitive, moralische Entscheidung zu treffen, denn in jedem Szenario passieren oft unerwartete Dinge. Ist man z.B. Anfangs damit beschäftigt, einen goldenen Kelch aus einem Eisblock zu klopfen, erscheint plötzlich ein Ertrinkender unter dem Eis. Die Frage ist klar: Rette ich den armen Mann oder greife ich lieber zum Gold? „Datura“ ist kein Horror im klassischen Sinne, hinterlässt aber an jeder Ecke ein mulmiges Gefühl. Irgendetwas stimmt hier nicht und die Konsequenzen von egoistischer Handlung offenbaren erst am Ende ihre erschreckenden Konsequenzen.

Echo Night Beyond: PlayStation 2

Zwei Vorgänger sind für die ersten Sony PlayStation erhältlich, allerdings gibt es Teil eins nur als japanische oder amerikanische Version und den Nachfolger nur im japanischen Original. „Echo Night: Beyond“ ist aber eine in sich abgeschlossene Geschichte, die keine tiefgreifenden Vorkenntnisse erfordert. In der Zukunft sind Reisen zum Mond nichts Besonderes mehr, dafür aber romantisch. Richard Osmond wollte seiner Verlobten Claudia eigentlich nur einen kurzen Urlaub gönnen, doch kommt es im Anflug auf den Landeplatz zu Komplikationen. Nach dem Crash ist Richard alleine in seinem Raumanzug und hat keine Ahnung, wo er sich befindet und vor allem in welchem Jahre er ist. Für den verwirrten Urlauber steht nur fest, dass er seine Verlobte finden muss. In Egoperspektive geht es von nun an durch die verlassene, klaustrophobische Anlage, die gespickt mit Rätseln und Geistern ist. „Echo Night Beyond“ setzt dabei auf eine neue Art Spielablauf, denn anstatt sich groß zu verteidigen muss sich Richard vor allem vor einer Herzattacke hüten. Explodiert ihm das Pumporgan nicht in der Brust, so kann er eines von vier Enden erleben, die alle den Kampf mit der gewöhnungsbedürftigen Steuerung wert sind.

Ähnliche Artikel
 1 2 3 4
Danganronpa 2 - Goodbye Despair: Auf der PS Vita darf wieder…
Eines der besten PS Vita-Spiele geht in die zweite Runde.…

Diablo 3 - Ultimate Evil Edition: Auf der PS4 und Xbox One gegen…
Das Hack & Slash-Rollenspiel setzt seinen Siegeszug auf…

Tales of Xillia 2: Spannende Rückkehr nach Rieze Maxia
Nach „Symphonia“ ist „Xillia“ trotz 14 „Tales…

Metro Redux: Melancholie im Doppelpack
Egal, ob man sich erneut in die dunkelsten Ecken Moskaus…

Risen 3 - Titan Lords: Auf der Suche nach der Seele
Zum dritten Mal werden Rollenspieler in die Welt von…

Sacred 3: Überarbeitung mit Stolperfallen
Die „Sacred“-Reihe mag einen Nischenplatz einnehmen,…